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RUSSLAND

Elbrus 2008

 

Fotogalerie

Tourbeschreibung


 

 

Allgemein

Der Elbrus liegt in Russland etwa 20 km nördlich des Hauptkamms im Kaukasus. Er besitzt zwei Gipfel, den Westgipfel (5642 m) und den Ostgipfel (5621 m). Beide sind vulkanischen Ursprungs, welches an der charakteristischen Form zu erkennen ist. Am Westgipfel sind keine Spuren von Vulkanismus mehr zu erkennen, während der Ostgipfel einen großen Krater aufweist.

Anreise

Mit dem Flieger nach Mineralnye Vody. Anschließend  ca. dreistündige  Fahrt mit dem Taxi zu den Elbrus-Basisorten:Terskol(2100 m) oder Azau (2300 m), welche am Ende des Baksan-Tals liegen.

Berginfos

Die Luftlinie zwischen den Gipfeln beträgt 1500 m. Der Elbrus-Sattel trennt in einer Höhe von 5325 Metern die Gipfel. Das Elbrus-Massiv ist ab einer Höhe von ca. 3000 bis 3500 m fast vollständig vergletschert.

So war`s - Tagesetappen siehe Tabelle unterhalb

Am Elbrus habe ich viele tolle Menschen kennen gelernt. Jaccomo, der Italiener welcher in New York lebt. Fünf Italiener welche Camp I mit mir teilten waren völlig gut drauf. Die Ukrainer mit dem russischen Guide waren mehr als nett; sie luden mich vor der Gipfelnacht zu einer Zeremonie mit Kaviar und sonstigen Köstlichkeiten ein. Die beiden Kanadier lachten sogar noch beim Aufstieg. Die Spanier Enrique und Louis... einfach toll.

Gefahren

Jaccomo berichtete, dass ein Mann vom Sturm vom Berg gerissen wurde und in eine Spalte stürzte. Zum Glück konnte er gerettet werden. Die Kanadier sahen einen Mann den Berg hinunterrutschen... ich sah eine Frau stürzen und für ca. 80 – 100 Höhenmeter den Hang hinuntergleiten. Nach wenigen Minuten stand sie wieder auf und erreichte den üblichen Pfad.

Das Wetter wechselt häufig und rasch. Eine komplette Winterausrüstung ist unabdingbar.

Kritik an organisierten Touren

Manche gehen in 8 Tagen den Berg an, inklusive an und Abreise. Somit erhöht sich die Gefahr höhenkrank zu werden. Auch können die Teilnehmer nicht lange auf gutes Wetter warten, somit waren selbst in der Sturmnacht bzw. dem Sturmtag Menschen in großer Höhe am Berg unterwegs. Zwei geführte Expeditionen erreichten somit „nur“ den Sattel. Einige habe ich auf dem Rückweg getroffen, sie wankten zum Teil wie schwerstbetrunken!

Einige bis viele am Berg wissen anscheinend den Pickel nicht zu gebrauchen. Manche benutzen ihn als Spazierstock in der talwärtigen Hand am Abhang. Somit können sie ggf. einen Sturz nicht abbremsen. Aus meiner Sicht müssen Anbieter dies den Teilnehmern vor Beginn beibringen!

Einige bis viele welche ich gefragt habe trainierten für den Berg kaum oder wenig. Sie lassen sich von den Tonnen bzw. der Dieselhut mit einer Raupe zu den Pastukhovfelsen hinaufkarren. Aber auch ab dort kann es noch eine extrem lange Tour werden!
Diejenigen welche von den Botchkies aufsteigen haben einen ultralangen Aufstieg vor sich. Ausnahmslos sagten sie auf dem Rückweg wie müde sie seien.

 

DIE TOUR IM ÜBERBLICK
Freitag
27.06.08
•Flug Münster/München/Mineralnye Vody
•Taxifahrt nach Azau und Ankunft im Hotel Sheherazade
wenige Minuten
Samstag
28.06.08
•Seilbahn bis auf ca. 3000 m (bis dorthin ist zwar ein Weg, jedoch viele schwere Baufahrzeuge)
•Aufstieg auf breitem Weg zur Seilbahnstation Mir auf 3470 m (weniger Baufahrzeuge)
•Aufstieg zu den Tonnen (= Barrel Camp bzw. botchkies) auf gut 3800 m Höhe •Camp I
•Anmerkung: ab 17 Uhr heftiges Gewitter
4 Stunden gemütlich
Sonntag
29.06.08
•Aufstieg von Camp I zu Camp II etwas oberhalb der Dieselhut bzw. Prijut 11 auf ca. 4150 m
•Ab 15 Uhr Schneeregen und heftiger Wind der nachts noch stärker wurde, erste Sturmböen
1.5 Stunden gemütlich
Montag
30.06.08
•Trotz Sturmboen und Schneefall kleine Akklimatisationstour auf ca. 4450 m
1.5 Stunden g.
Dienstag
01.07.08
•Aufstieg zum oberen Ende der Pastukhov Rocks auf ca. 4750 m
1.5 Stunden g.
Mittwoch
02.07.08
•Bei Sturm und starkem Nebel bis auf 5000 m zur weiteren Akklimatisation aufgestiegen
1.5 Stunden g.
Donnerstag
03.07.08
•Den ganzen Tag bei heftigem Schneesturm im Zelt verbracht
Freitag
04.07.08
•Den ganzen Tag bei heftigem Sturm im Zelt verbracht
Samstag
05.07.08
•Nachmittags Akklimatisationstour auf ca. 5100 m
Sonntag
06.07.08
•Start um 2.40 Uhr des Nachts zur Gipfeletappe
•niemand sicht- oder hörbar am Berg
•heftige Windböen und Eiseskälte bis zum Sattel
•nach dem Sattel wenig Wind und Sonne
•am Gipfel Traumwetter
•habe den Westgipfel um 9.15 Uhr erreicht
•verbringe ca. 90 Minuten auf dem Gipfel
•Abstieg von 10.45 Uhr bis 15 Uhr
•Anmerkung: anstrengende, kräftezehrende Tour!
Montag
07.07.08
Abstieg zu den Tonnen, ab dort mit dem Sessellift bzw. Gondeln abgefahren bis Azau
2.5 Std zum Lift